„Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer bei mir bleibt, in dem bleibt mein Leben, und er wird viel Frucht tragen. Wer sich aber von mir trennt, kann nichts ausrichten.

Joh. 15,5

Zwangsarbeit

Ende Juni forderte Peking die Provinzregierungen auf, landesweit mit Polizeirazzien gegen Zwangsarbeit vorzugehen. Der Ständige Ausschuss des Staatsrates unter Leitung von Wen Jiabao rief in einer Versammlung dazu auf, „hart gegen das Nichteinhalten von Gesetzen, gegen Verbrechen und kriminelle Machenschaften vorzugehen und allen Opfer zu Hilfe zu kommen“. Diese Anordnung war als Reaktion auf die Gräueltaten zu verstehen, die durch die Berichte von Hunderten von Menschen bekannt geworden waren, die in Ziegelbrennereien als Sklavenarbeiter gehalten wurden - unter ihnen eine Vielzahl von Kindern.

Den Berichten zufolge wurden die Fabriken „wie Gefängnisse geführt. Es gab Wachhunde und Prügel, um Ausbrüche zu verhindern.“. Die meisten Arbeiter waren zur Arbeit dort übertölpelt worden. Oftmals schufteten sie 16 Stunden am Tag, wobei sie als Verpflegung meist nur gedämpftes Brot und Wasser erhielten. Viele schliefen im Inneren der Ziegeleien auf Ziegeln, da die Türen von außen verschlossen und die Fenster verriegelt waren. Bei der Razzia in einer Fabrik entdeckte die Polizei „übel riechende Arbeiter, die seit mehr als einem Jahr dieselbe Kleidung anhatten. Sie hatten keinerlei Möglichkeit, sich zu waschen, ihr Haar war ungeschnitten und ihre Zähne ungeputzt. Der Schmutz an ihren Körpern war so dick, dass man ihn mit einem Messer abkratzen konnte.“ Einige hatten „schrecklich eiternde Wunden an den Füßen und in der Bauchgegend, vermutlich durch Verbrennungen an den Brennöfen hervorgerufen.“ Von einem Mann wurde berichtet, er sei mit einem Hammer zu Tode geschlagen worden, weil er nicht schnell genug gearbeitet habe. Einige Menschen „waren durch ihre Erlebnisse so traumatisiert, dass sie nicht einmal mehr ihren Namen wussten.“ [BBC]

Ein einheimischer Fernsehreporter meinte: „Nach unserer vorsichtigen Schätzung sind mindestens 1.000 Minderjährige aus der Provinz Henan entführt bzw. unter falschen Versprechungen zu der mörderischen Arbeit in diesen Ziegelfabriken in Shanxi gelockt worden.“ Einige trugen immer noch ihre Schuluniformen. „Wenn die Kinder zu müde waren, um die Karren zu schieben, wurden sie mit der Peitsche geschlagen“, berichtete ein Reporter. Von mindestens einem Kinde weiß man, dass es nach Schlägen mit einer Schaufel starb. [Reuters]

Chinesische Reporter griffen die Geschichte auf und die Berichterstattung in den Medien war beachtlich. Schon bald wurde offenbar, dass die örtlichen Beamten in Bezug auf die Vorgänge in ihrer Umgebung beide Augen zugedrückt hatten. Eine Ziegelfabrik gehörte dem Sohn eines ortsansässigen Sekretärs der kommunistischen Partei. Die Zeitung „China Daily“ bezeichnete dies als „entsetzliche Schande“. Als die Polizei eintraf, wurden Eigentümer und Betreiber der Fabriken verhaftet; gegen andere laufen die Ermittlungen noch.

Am Ende äußerte sich die Nationalregierung ebenfalls zu dieser Sache und gelobte „genaueste Untersuchungen und die Bestrafung der Beamten, die in irgendeiner Weise in Korruption verwickelt seien und ihre Pflichten verletzt hätten.“ Die Lokalbehörden wurden angewiesen, zwei Monate lang Überprüfungen von Ziegeleien, Bergwerken und anderen Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten durchzuführen, um ähnlich gelagerte Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufzustöbern. Die Opfer sollen ihren Lohn erhalten und mit Hilfe der Regierung in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

Betet für körperliche und seelische Heilung dieser vielen Arbeiter, sowohl Erwachsener als auch Kinder, die durch ihre Erlebnisse in den Ziegelbrennereien traumatisiert sind.

Betet, dass alle Personen, die in irgendeiner Weise an der Etablierung und Durchführung dieser Zwangsarbeit beteiligt waren, vor Gericht gestellt werden. Betet für die Einführung eines effektiven Systems, dass eine derartige Ausbeutung von Menschen in Zukunft verhindert.

Betet, dass die von der Nationalregierung angeordneten Überprüfungen erfolgreich verlaufen und weitere Arbeitsrechtsvergehen aufgedeckt werden. Betet, dass Polizei und lokale Behörden für Bestechungsangebote unempfänglich sind und alle Leute gleich behandeln.

Ausgebildete Leiter sind notwendig

„Die Gemeinde in China wächst in einer Weise, die in der Geschichte des Christentums kaum ihresgleichen findet. Durch das explosionsartige Wachstum der chinesischen Gemeinde im Verlauf der letzten zwanzig Jahre ist der Bedarf an der Ausbildung von gesunden und effektiven Leitern auf einen kritischen Höchststand geklettert“, äußerte ein Kommentator in China Source. Ein Gemeindeleiter in China wurde gefragt, wie viele weitere Leiter er in seinem Schulungsprogramm ausbilden könne, worauf er antwortete: „Ungefähr zwanzig im Jahr.“ Auf die Frage, wie viele in den kommenden zehn Jahren in China benötigt würden, entgegnete er: „Tausende.“

Es besteht nicht nur ein dringender Bedarf an Leitern; diese Leiter müssen auch geschult werden. „Durch die Situation, dass einerseits einem starken Glauben Ausdruck verliehen wird, andererseits aber entsprechende Lehren und Leiter fehlen, konnten als unmittelbare Folge Sekten Fuß fassen und sich in China weit verbreiten. Versammlungen, die von ungeschulten Pastoren geleitet werden und viele Neubekehrte haben, sind besonders anfällig für Sekten und Extremisten.“ Ferner berichtet China Source: „Die kommende Generation christlicher Leiter in China wird ein … weit vielschichtigeres Umfeld steuern müssen.“ Der Bericht erwähnt im Weiteren noch die massive Wanderbewegung vom Lande in die Stadt, den Verfall der Moral und die wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich.

Auch die zurzeit führenden Gemeinden spüren bereits, dass sie „über ihre Kräfte“ gefordert werden und dringend Leute brauchen, die ihnen zur Seite stehen und sie ermutigen. China Source „Viele Pastoren berichten davon, wie überarbeitet sie sind und dass sie ein sehr unausgewogenes Leben führen. Sie versuchen gleichzeitig einer Arbeit nachzugehen, das Evangelium zu predigen und den Gläubigen als Hirte zu dienen.“ Sie sind bereit, alles für den Herrn zu opfern, was sich aber oftmals nachteilig auf ihr Familienleben auswirkt. „Die Familienprobleme häufen sich, wenn der durch Überarbeitung hervorgerufener Stress zunimmt; hinzu kommt, dass ein Mangel an biblischer Lehre über Ehe und Familie die Entwicklung eines gesunden Familienlebens behindert … Es gibt viele Herz zerreißende Geschichten über pflichteifrige Pastoren und Prediger mit vollen Terminkalendern, die ihre Verantwortung für ihre Familien aufgegeben haben, um das Evangelium an weit entfernten Orten zu predigen.“

Dankt Gott für das explosionsartige Wachstum der Gemeinde in China während der letzten Jahre und betet, dass er die Leiter beruft, die nötig sind, um die ständig wachsende Herde zu leiten.

Betet auch für die Schulung von Leitern, die ein gutes Vorbild sind und den ihnen Anvertrauten mit guter biblischer Lehre und gutem Rat dienen können.

Betet für Gemeindeleiter, die an Überarbeitung leiden und spüren, dass sie über ihre Kräfte leben. Betet, dass ihnen Menschen zur Seite stehen, die ein offenes Ohr haben und weisen Rat geben können. Betet insbesondere, dass die Leiter einen ausgewogenen Lebensstil finden, der Arbeit und Familie berücksichtigt.

Noch 1 Jahr – der Countdown läuft

In nur zwölf Monaten, am 8. August 2008, wird die Pekinger Olympiade beginnen. Die ersten Karten sind bereits auf dem Markt und annähernd 60 % werden für die Bürger Chinas reserviert. Über die Hälfte der Tickets werden weniger als 12 US-Dollar kosten, wodurch sie für einen größeren Kreis von Menschen erschwinglich werden. Trotzdem erwartet man, dass der Erlös aus den Kartenverkäufen sich auf 140 Millionen US-Dollar belaufen wird.

Die Bevölkerung Pekings und Chinas wird auf den großen Zustrom der Ausländer vorbereitet. Taxifahrer nehmen Englischunterricht und sie wurden aufgefordert, ihr Erscheinungsbild etwas herauszuputzen – sich die Haare nicht rot zu färben oder keine Klunker-Ohrringe zu tragen! Während der Spiele werden Fabriken geschlossen bleiben, die mit ihren Rauchschwaden sonst die Luft verpesten, und tausende von Autos werden von den Straßen verbannt werden - ebenfalls um die Luftqualität zu verbessern. Bereits jetzt sind mehrere Fabriken aus der Stadt verschwunden. Sogar die Qualität des Leitungswassers verbessert sich, scheinbar damit die Einwohner Pekings Leitungswasser aus dem Wasserhahn trinken können.

Über die Vorbereitungen hat es bereits große Kontroversen gegeben. Amnesty International hat China beschuldigt, die Olympischen Spiele als „Katalysator zu benutzen, um Meinungsverschiedenheiten unter dem Mantel der Stabilität zu unterdrücken“, und behauptet, die Behörden hätten versagt und das Versprechen, die Menschenrechte im Vorfeld bis zu den Olympischen Spielen zu verbessern, nicht eingehalten. Rechtsorganisationen haben gegen die offensichtliche Vertreibung tausender Bürger aus ihren Häusern protestiert, und deren Entschädigungen dafür, dass an diesen Stellen nun die olympischen Sportstätten gebaut werden können, wird nicht so wichtig genommen. Die Play Fair Alliance hat behauptet, Kinder würden als Arbeitskräfte bei der Verpackung von Fanartikeln für die Olympischen Spiele beschäftigt. Auch berühmte Persönlichkeiten Hollywoods und ausländische Politiker haben zu einem Boykott der Pekinger Spiele aufgerufen, weil China die Regierung des Sudans unterstützt. „Da ist eine Handvoll Leute, die die Olympischen Spiele zu politisieren versuchen“, sagte Außenminister Yang Jiechi. „Das ist entgegen dem Geist der Olympischen Spiele.“

Hausgemeinden in China haben ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass wegen der Olympischen Spiele der Druck von Seiten der Behörden zunehmen könnte. Sie erwarten keine Erleichterungen, bis die Spiele vorüber sind. Es wird ferner berichtet, dass mehr ausländische Christen als gewöhnlich aus China ausgewiesen und ihre Aktivitäten stärker beobachtet werden, weil die Regierung im Hinblick auf die Spiele nervös ist.

Betet, dass die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2008 auch viele positive Verbesserungen für die Bürger Pekings und Chinas mit sich bringen. Betet für Verbesserungen des Umweltschutzes und für eine wesentliche Reduzierung der Schadstoffbelastungen.

Betet, dass der von den Menschenrechtsorganisationen ausgeübte Druck Leute besser schützt, die im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Gefahr stehen, ausgebeutet oder stärker kontrolliert zu werden.

Betet insbesondere für die in China lebenden einheimischen und ausländischen Christen. Betet für des Herrn Schutz und die Leitung durch den Heiligen Geist in dieser sensiblen Zeit.

CCSM - News

Bitte betet weiterhin für die sechs CCSM-Teams, die sich zurzeit in China aufhalten. Unser allererstes Fürbitte-Trekking-Team befindet sich jetzt in den Bergen und betet für eine dort lebende unerreichte Volksgruppe, während ein anderes Fürbitteteam die tibetischen Regionen des nordwestlichen Chinas bereist. Die beiden Kurierteams - ein Jugend- und ein Erwachsenenkurierteam – sind fleißig damit beschäftigt, Materialien in mehrere Städte in Zentral- und Nordchina zu transportieren. Und zwei Barmherzigkeitsteams tragen die Liebe Gottes zu den Kindern in Waisenhäusern in Zentralchina und im Nordwesten des Landes. Alle Teilnehmer sind sich sehr stark dessen bewusst, dass sie ihre Arbeit durch eure Gebetsunterstützung weitaus effektiver werden tun können.

In diesem Monat wird auch der Anmeldeschluss für die Einsätze im Oktober sein; wenn ihr also an einem Einsatz teilzunehmen hofft, dann wendet euch bitte so schnell wie möglich an das CCSM-Büro. Wir bieten fünf internationale Teams an: Kurier-, Barmherzigkeits- und Fürbitteteam, Fürbitte-Trekking-Team und Pastorenteam. Außerdem nehmen wir jetzt Bewerbungen für ein kombiniertes Kurier/Fürbitteteam entgegen, das Ende Dezember starten wird. Nähere Einzelheiten zu allen unseren Einsätzen findet ihr auf unserer Webseite unter www.am-ccsm.org oder erhaltet sie vom CCSM-Büro.

Nach einer abschließenden Auswertungswoche Mitte Juli haben die vier diesjährigen Studenten unserer Antioch School of Missions (ASM) jetzt ihren Kursus beendet. Drei sind anschließend zu einer kurzen Pause in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Sie werden entweder Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres wie geplant wieder nach China zurückkommen. Zwei Studenten bereiten sich gegenwärtig auf ihre Heirat Ende Dezember vor. Die vierte Studentin, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt dieses Jahr auf Heimatbesuch war, ist in China geblieben; sie wird dort ihre Sprachstudien fortsetzen.

Endes dieses Monats werden sich bereits die neuen ASM-Studenten auf den Weg nach China machen; betet bitte für sie in ihrer ganzen Vorbereitungszeit bis zum Reisebeginn.

 

Betet für die sechs CCSM-Teams, die sich zurzeit in China aufhalten. Betet, dass der Herr seine bewahrende Hand über sie hält und dass sie mächtig gebraucht werden, damit seine Absichten mit China zustande kommen.

Betet, dass die, die Gott zur Teilnahme an den Oktobereinsätzen beruft, den Schritt des Gehorsams tun und ihre Anmeldungen einreichen. Betet für eine gute Teilnehmerzahl pro Team, auch für das Kurier/Fürbitteteam Ende Dezember.

Betet für die vier ASM-Studenten, die vor kurzem ihren Kurs beendet haben. Betet, dass die drei, die sich zurzeit wieder in ihren Heimatländern befinden, sich während ihres Aufenthalts erholen und Ermutigung erfahren. Betet auch für die vierte Studentin, die sich – wieder zurück in China - auf das Sprachstudium konzentriert.

 

Betet für die neuen ASM-Studenten, die letzte Vorbereitungen treffen, bevor sie nach China aufbrechen. Betet, dass sie gut verabschiedet werden, dass für alle ihre Bedürfnisse gesorgt ist und ihre erste Eingewöhnungsphase im neuen Land gut verläuft.

Missachtung der Ein-Kind-Politik

Nach einer jüngsten Untersuchung der Chinesischen Kommission für Familienplanung haben ungefähr 10 % der Reichen mindestens drei Kinder, Tendenz steigend. „Viele berühmte Persönlichkeiten und Reiche haben zwei Kinder“, sagte ein Beamter für Familienplanung gegenüber der Zeitung „Beijing News“. Zhang Weiqing, Direktor der Kommission, warnt vor einen Wiederanstieg der Bevölkerung, weil die Neureichen zahlen würden, um mehr Kinder haben zu dürfen.

Aber es sind längst nicht nur die Reichen, die die Ein-Kind-Politik unterlaufen. Im Mai kam es in mehreren Gebieten im Südwesten Chinas zu Aufruhren, nachdem Beamte ärmeren Familien aus ländlichen Gebieten saftige Bußgelder auferlegt hatten, weil sie zu viele Kinder haben. Ein Dorfbewohner erzählte: „Die Beamten für Familienplanung verhielten sich wie die japanischen Invasoren während des Krieges. Sie beschlagnahmten alles und zerstörten bzw. rissen Häuser nieder, wenn die Leute die Gebühren nicht aufbringen konnten. Einigen Familien nahm man sogar die Schüsseln weg, sodass ihnen nur das leere Haus blieb.“ Als Reaktion darauf griffen Dorfbewohner die Beamten an und steckten Autos in Brand. „Das Regierungsbüro war nur noch ein riesiges Chaos. Das große Tor und zwei Autos in der Nähe waren verkohlt, und zerbrochenes Glas, Ziegeln und Müll lagen überall verstreut herum“, beschrieb ein Zeuge die Situation. [Reuters]

Da die Nationalregierung landwirtschaftliche Steuern gesenkt und mehrere Gebühren abgeschafft hat, scheinen die Lokalbehörden die Gebühren für Familienplanung zu nutzen, ihren Einkommensausfall wieder auszugleichen. „Die Familienplanungs-Gebühr ist eine der wenigen noch erlaubten Gebühren im ländlichen China. Sie ist die einzige Gesetzeslücke, die noch übrig ist“, sagte ein Kommentator.

Die BBC berichtete von einem originellen Weg, durch den Ehepaare die Richtlinien umgehen. In einem Dorf gab es in den letzten Jahren einen sprunghaften Anstieg von Zwillingsgeburten zu verzeichnen. Es wird berichtet, dass dort in einer einzigen Straße mehr Zwillinge leben, als man im gesamten Dorf vermuten würde. Ein Ehepaar hat gerade Fünflinge zur Welt gebracht. Der Arzt vor Ort erklärt: „Die Ursache liegt in den Arzneien zur Förderung der Fruchtbarkeit, die sehr leicht zu beschaffen sind.“

Betet, dass die Verantwortlichen, die in China die Entscheidungen in der Familienpolitik treffen, echte Weisheit besitzen. Betet, dass die Behörden den bestmöglichen Weg für die Zukunft des Landes finden.

Betet, dass die Behörden allen Menschen mit Achtung begegnen, die sich über die Ein-Kind-Politik hinwegsetzen. Betet, dass Arm und Reich gleich behandelt werden und niemandes Existenzgrundlage zerstört wird.

Betet für Christen, die sich aufgrund der Beschränkungen durch die Familienplanung der chinesischen Regierung moralisch in einer Zwickmühle befinden. Betet, dass sie in allen Situationen ihr Vertrauen auf den Herrn setzen.

Die Unerreichten erreichen

„Es gab keine christliche Präsenz in diesem Dorf“, erzählte unser Mitarbeiter. „Der Herr zeigte mir, was auf seinem Herzen war. Ich konnte ihn nicht abweisen. Es ist spannend gewesen und es ist sehr hart. Es ist ein solches Vorrecht, hier beteiligt zu sein.“

In mehreren Städten und Großstädten überall in China bemühen sich unsere Mitarbeiter, die Unerreichten zu erreichen, denen das Evangelium zu bringen, die bis jetzt die Gute Nachricht noch nicht gehört haben. „J“, die wir oben zitiert haben, studiert jetzt die Sprache einer Minderheit, weil sie es auf dem Herzen hat, die Liebe Gottes zu den Menschen dieses unerreichten Dorfes zu bringen. Sie besucht das Dorf bereits regelmäßig, und langsam kann sie Beziehungen zu den Einheimischen aufbauen.

„R“ und „D“ arbeiten mit behinderten Kindern. Sie sagen: „Wir glauben, dass wir dabei sind eine unerreichte Volksgruppe zu erreichen – die Gruppe der Verachteten. Wir wissen, dass sie Jesus lieben können; wir wissen, sie können errettet werden.“ Sie möchten kleine Gruppen mit jeweils sechs oder sieben behinderten Kindern aufbauen, sozusagen Familien, in denen die Liebe Gottes bekannt ist.

„A“ und „S“ haben das Ziel, die Kinder aus etwas wohlhabenderen Familien zu erreichen. „Sie sind sehr arm, denn sie haben Jesus nicht“, sagte „S“ neulich. „Sie sind geistlich arm. Sie brauchen Jesus. In den Familien gibt es ziemlich viele Probleme.”

„Es ist echt schwierig, die christlichen Grundgedanken zu erklären. Es gibt in der tibetischen Sprache keinen Begriff für Vergebung. Wenn die Tibeter eine Auseinandersetzung haben, kehren sie einander den Rücken und gehen weg; es gibt keine Versöhnung“, erklärt „K“, die unter einer tibetischen Gruppe arbeitet.

Der Herr hat jeden dieser Mitarbeiter und mehrere andere Mitarbeiter in den vollzeitlichen Dienst mit CCSM in China berufen. Wir haben das Vorrecht, sie zu unterstützen und möchten euch bitten, sie gemeinsam mit uns im Gebet vor Gottes Thron zu erheben.

Dankt dem Herrn für alle, die er aus allen Teilen der Welt berufen hat, um das Evangelium zu den unerreichten Volksgruppen Chinas zu bringen. Betet, dass noch mehr Menschen angesprochen werden und auf diesen Ruf reagieren.

Betet für die oben genannten Mitarbeiter und auch für die anderen, die mit CCSM in China dienen. Betet für Ermutigung in schwierigen Zeiten, um Kraft für die Ermüdeten, für Weisheit angesichts der Herausforderungen und dass sie ihren Blick felsenfest auf den Herrn Jesus gerichtet halten.

Betet für Durchbrüche des Evangeliums im Leben der Menschen, die unsere Mitarbeiter erreichen möchten. Betet, dass die Augen für die Wahrheit geöffnet und viele bereit werden, Jesus als Herrn ihres Lebens anzunehmen.